Bäume für Menschen Gunnar Mohr leistet in Afrika Zivildienst

Noch zwei Wochen, dann wird Gunnar Mohr das Alpenvorland verlassen und sich in wärmere Gefilde begeben. Der junge Weilheimer fliegt im Auftrag des Vereins ,,Bäume für Menschen” nach Namibia, absolviert dort den so genannten Anderen Dienst. Wobei das, was sich im ersten Moment wie Urlaub auf Staatskosten anhört, viel Persönliches Engagement erfordert. Den Flug zahlt der 19-Jährige selbst, seinEinsatz wird 15 Monate dauern anstatt der üblichen zehn.

Der Sold, 350 Euro im Monat, muss über Sponsorengelder erwirtschaftet werden. Das ist auch die einzige Unsicherheit an Mohrs Einsatz: Noch sind nicht genügend Mittel beisammen. Fliegen wird er auf jeden Fall ,,Ich möchte einen positiven Beitrag für die Umwelt und das Weltklima leisten und Menschen in der Dritten Welt ein Stück weitzu einem besseren Leben verhelfen”, sagt er.

Das und ein Stück Abenteuerlust habe ihn bewogen, sich bei dem Weilheimer Verein um einen Auslandseinsatz als Zivildienstleistender zu bemühen. . In Afrika war er noch nie. So hat er sich in den vergangenen Monaten eingehend über Namibia informiert, die Infrastruktur, die Stämme und die besondere Kultur.

Er komme nach Ondangwa im Norden des Landes, erzählt er. Die Stadt hat etwa die Größe Weilheims und ist ziemlich modern, mit vierspurigen Straßen, Steinhäusern, fließend Wasser und zentraler Stromversorgung. So ist hier das Problem, zu dessen Behebung Mohrs Einsatz beitragen soll, auch nicht so brennend wie auf dem Land.

Dort gibt es nämlich fast keine Bäume mehr, mit allen ökologischen Auswirkungen. Es fehlt Holz zum Kochen und Heizen. Menschen sitzen abends im Dunkeln, weil sie kein Feuer machen können. ,,Wir müssen das Land wieder grün machen”, das sei die Devise des Vereins. Ziglau sende junge Bäume werden in einer Baumschule gezogen, ausschließlich einheimische Sorten aus der Region. Hier wird Mohrs Hauptarbeitsgebiet liegen: Samen sammeln und mischen, Setzlinge ziehen, diese wässern und mit dem speziellen

Luftwurzelschnitt fit machen für die besondere Umgebung, damit sie tief wurzeln können. Vieles hat er bei einem Seminar der Bayerischen Staatsverwaltung in Teisendorf gelernt, anderes Fachwissen sich beim Jobben in einer Gärtnerei angeeignet. Später möchte er Garten- oder Landschaftsarchitekt werden, erzählt der junge Mann. Erst einmal freut er sich jedoch auf Afrika.

 

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