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Die Wüste lebt

GEPOSTED AM 1. Dezember 1998  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1998

Hilfsprojekt „Bäume für Menschen“ gestartet

Weilheim- Das Projekt ist gestartet: Gottfried Brenner, der vor zwei Jahren in Weilheims Stadtrat um Unterstützung für „Bäume für Menschen- Trees for the World“ warb, hat jetzt die erste von drei geplanten Baumschulen in Namibia eröffnet. Der Weilheimer bezeichnet diese Baumschule in einer Mitteilung als ersten Schritt auf dem langen Weg, in einem afrikanischen Land nachhaltige Forstwirtschaft anzuregen. Deshalb waren vom, namibischen ,, forest research center“ einige

Angestellte bei der Eröffnung anwesend. Der Dorfälteste, die namibische Regierung und alle, Verwaltungsstrukturen sind laut Brenner an dem Projekt beteiligt. Es zielt nicht auf kurzfristige Linderung von Not, sondern auf die langfristige Veränderung der Ökologie, um die Wüste nicht weiter vordringen zu lassen. Denn „wo Wüste ist, ist auch der Hunger“, so Brenner. Das Projekt wird von der Universität Göttingen durch den Doktorranden Joachim Krug wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Apparate für Namibia

GEPOSTED AM 16. Oktober 1998  - GEPOSTED IN Allgemein, Pressespiegel 1998

Gottfried Brenner ist Anfang dieser Woche nach[ Südwestafrika gereist. Dort überreicht der Vorstandsvorsitzende des Vereins ,,Bäume für Menschen – Trees for the World“ aus Weilheim an Diplom Forstwirt J. Krug mit der „Scholander-Apparatur“ eine Weltneuheit.

Mit Hilfe dieser Technik aus den USA, die an der Forstfakultät in Göttingen weiterentwickelt worden ist, soll das Aufforsten in trockenen Regionen und Halbwüsten mit einem geringen Investitionsrisiko durchführbar sein. Der Peißenberger Metallhandwerker Helmut Resch hat die Apparatur transportierfähig umgebaut und für den Einsatz in Namibia ausgestattet. Über das BMZ geförderte Projekt sind im Internet Infos unter www.beaume.de abrufbar.

 

 

Mit 26 Kilo „Metall“ nach Namibia

GEPOSTED AM 9. Juli 1998  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1998

Apparat zur Pflanzenuntersuchung

Peißenberg – Wenn in dieser Woche der Weilheimer Gottfried Brenner nach Namibia fliegt, um dort das Projekt „Bäume für Menschen – Trees for the World“ voranzutreiben, hat er 26 Kilo „Metall“ im Gepäck: die „Scholander Apparatur“. Sinn des Projektes ist die Wiederaufforstung Namibias, das Wiederherstellen eines Zustandes vor dem Raubbau an der Natur.

Um festzustellen, welche der Pflanzen auf den ausgesuchten Böden am besten reagiert, waren früher jahrelange Versuchsreihen nötig. Mit dieser Apparatur ist das vorbei. Das Gerät wurde bei einer Peißenberger Firma hergestellt, die sich auf Feinmechanik und Metallverarbeitung spezialisiert hat. Je nach Größe der zu untersuchenden Pflanzenteile werden diese in einer entsprechend dimensionierten Überdruckkammer untergebracht.

Mit einem Druck von 100 bar (das entspricht dem Druck in einer Wassertiefe von 100 Metern) werden Struktur, Durchlässigkeit und molekulare Zusammensetzung erforscht: Danach bestimmen die Wissenschaftler, welche der Bäume für die Aufforstungsflächen verwendet werden. Für diesen Test genügt das Wachstum eines Jahres (wie wir berichteten).Die Peißenberger Firma, die nicht genannt werden will, aber zu den kleineren, spezialisierten Betrieben dieser Branche gehört, hat Arbeitszeit, Maschinen und Material  zur Verfügung gestellt.

Alle Meßapparaturen bestehen entweder aus Chrom-Vanadiumstahl oder Aluminium, alles ist rostfrei, kompakt und für den Feldeinsatz so zusammenlegbar, dass es auf dem Landrover transportiert werden kann. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) fördert das Projekt, das von der Universität Göttingen wissenschaftlich betreut wird. Dort wurde auch die Apparatur entwickelt, die die Peißenberger für Namibia in kompakter Ausführung neu entwickelt, gebaut und getestet haben.

Die Savanne soll leben

GEPOSTED AM 26. Mai 1998  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1998

Trees for the World: Weilheimer plant Baumschule

Seit er vor etwa zwei Jahren im Weilheimer Stadtrat Unterstützung für sein Patenschaftsprojekt „Bäume für Menschen – Trees for the World“ gefunden hat, ist der Weilheimer Versicherungsmakler Gottfried Brenner unterwegs: Zwischen Universitäten und Savannen, zu Konferenzen und Kommissionen. Das Projekt, mehrere Baumschulen zu gründen, mit denen die Wiederaufforstung weiter Teile Nordnamibias vorbereitet werden kann, geht in eine neue Phase. In Ondangwa, einer Stadt mit 10000 Einwohnern, und in ihrer Bedeutung etwa mit Weilheim vergleichbar, wird die erste zentrale Baumschule, eine „Mutterbaumschule“ entstehen.

Der Diplomforstwirt Joachim Krug setzt derzeit 18 000 Bäume aus, die aus Sämlingen gezogen wurden. Im Rahmen seiner Doktorarbeit, die er an der Universität Göttingen schreibt (diese Hochschule betreut das Projekt ,,Bäume für Menschen – Trees for the World“ wissenschaftlich) werden diePflanzen auf ihre Eigenschaften als Pionierpflanze beobachtet. Eine neue Messtechnik erlaubt, schon nach kurzer Zeit zu erkennen, wie sie die Nährstoffe des Bodens umsetzen und ob sie für das namibische Klima geeignet sind. Dazu werden die Blätter in einem Behälter unter hohem Druck analysiert (Scholander Apparatur).

Die Gefahr, mit der falschen Baumsorte die Aufforstung zu gefährden, wird verringert. In den Mutterbaumschulen werden die verschiedenen Bodenarten angelegt, auf denen die zukünftigen Wälder wachsen sollen. Wenn alles so geht, wie Gottfried Brenner sich das vorstellt, kann im kommenden Jahr eine weitere Baumschule eröffnet werden. Die Menschen in Ondangwa sind, so Brenner,“ ganz auf unserer Seite. “ Einheimisches Personal, einheimische Vorstandsmitglieder des Vereins organisieren Basare, auf denen das Projekt,in landestypischer Art vorgestellt wird.

In Workshops wird für den nachhaltigen Umgang mit der Natur geworben, denn die derzeitigen ,Trockenflächen sind durch Rodung entstanden. Guter Boden wird dem Wind ausgesetzt, das Klima wird regenärmer. Langfristig, hofft Brenner, wird der Norden Namibias das, was .er einst mal war, eine  blühende‘ Landschaft. Weilheims Patenschaft, die wirksam wird, wenn die erste Baumschule eingerichtet ist, kann dazu Hilfe sein.

Aufforstung im Norden

GEPOSTED AM 30. April 1998  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1998

Windhoek – Mitte dieses Jahres läuft ein dreijähriges Projekt zur Wiederaufforstung im Norden an. Das Programm „Bäume für Menschen – Trees for the World“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BNZ) weiter unterstützt, wenn sich die privaten Träger des Projekts während der ersten drei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Forstdirektorat des Ministeriums für Umwelt und Tourismus bewähre.

Inzwischen bemüht sich der verantwortliche Projektleiter Gottfried Brenner jedoch auch schon bei der Europäischen Union „Bäume für Menschen“ ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Vertretung in Namibia und einer Fördergesellschaft in Deutschland. Für das Projektgebiet kommen zuerst die Regionen des Ovambolands, des Kavango und Capriviv in Betracht. In einem Gespräch mit der AZ berichtet Gottfried Brenner schon von mehreren Arbeitstreffen mit dem zuständigen Ministerium vor Ort, wo das Pilotprojekt seinen ersten Schub erhielt. In Deutschland stehen die Industrie und Handelstag, die Georg-August-Universität von Göttingen sowie die Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung hinter dem Vorhaben.

Langfristiges Ziel des Projekts ist die unmittelbare Verbesserung uns Sicherung der Lebensumstände der einheimischen Bevölkerung im sogenannten Ovamboland, Namibia. Dazu dient die Förderung einer angepassten Vegetation und der den bestmögliche Erhalt der noch intakte natürliche Waldgebiete. Durch ein nachhaltiges forstliches Bewirtschaftungssystem soll es der einheimischen Bevölkerung ermöglicht werden, ihre kulturelle und wirtschaftliche Eigenständigkeit zu erhalten. Langfristig soll auch die Implementation des forstwirtschaftlichen Gedanken in eine neue afrikanische Gesellschaft erreicht werden.

Um diese Ziele zu erreichen, soll ein Netzwerk von kleinen Wiederaufforstungsflächen in einzelnen Dörfern sowie kleinen Dorfbaumschulen vor Ort geschaffen werden. Die dafür ausgewählten Dörfer werden von einer Mutterbaumschule überwacht und betreut sowie mit den nötige Materialien und technischen Mitteln versorgt. So sollen grüne Inseln entstehen, die schrittweise aufeinander zuwachsen und im Laufe der Zeit zu einem flächendeckenden intakten Ökosystem verschmelzen.Die Wiederaufforstung wird in zwei Phasen ablaufen, zunächst werden Flächen mit schnell wachsenden einheimischen Hölzern bepflanzt, um die Versorgung der Bevölkerung mit Brennholz zu gewährleisten und so die bestehenden Naturwälder zu schützen Parallel dazu soll der sogenannte Eindringerbusch der auf den großen Farmen des Landes entfernt werden muss, zu Holzbriketts verarbeitet werden und als alternative Energiequelle dienen.

In der zweiten Phase werden in ausgewählten Dörfern kleine Baumschulen errichtet uns schrittweise die natürlich vorkommenden Baumbestände wider aufzuforsten. Hierbei kommt, dass Mutterbaumschulen eine Schlüsselrolle zu. Dort werden die zur Wiederaufforstung geeigneten Setzlinge herangezogenen und die für die Dorfbaumschulen verantwortlichen Personen ausgebildet. Ein eigens dafür abgestellter Mitarbeiter steht in ständigen Kontakt mit den Dorfbaumschulen.

Messbare Indikatoren für dem Erfolg der Projektarbeit sind unter anderem das Einkommen und der Gesundheitszustand der betroffenen Bevölkerung die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze, die Nahrungsmittelproduktion durch die Agro-Forstwirtschaft sowie die Größe der wiederaufgeforsteten Flächen und die Anzahl der überlebenden Setzlingen.Von Seiten des Projekts muss dazu zunächst die Mutterbaumschule mit der dazugehörigen

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