Für Irdische wie für Außerirdische: LogoWald®

Nach der Globalisierung steht uns, wenn man nur weit genug hinausdenkt, wohl die Galaxierung ins Haus. Noch wissen wir nicht, mit wem wir es zu tun haben werden. Möglicherweise steht ja auch eine feindliche Übernahme bevor. Wenn es aber zivilisiert zugehen soll bei der Galaxierung, so könnte man ja schon einen Teil der Erdoberfläche als Anzeigefläche verwenden. Spaß beiseite. Aber vom All aus zu sehen sollten sie schon sein, die LogoWälder, deren Idee sich die Fördergemeinschaft „Bäume für Menschen – Trees for  the World®“ e. V., AG patentieren ließ: LogoWald verbindet die Aufforstung mit werbewirksamen Sponsoring; Projektidee: Bäume für Menschen – Trees for  the World®; Projektausführung: Bäume für Menschen – Trees for  theWorld®.

Ein LogoWald entsteht nach folgenden Muster: Zum Fixkostenpreis von 1,9 Mio $ US wird in devastierten Gegenden Wald angelegt auf einer Fläche von mindestens 10 km2 oder 1.000 ha. Innerhalb dieser Fläche wird das Logo der auftragebenden Firma mit einem Flächenanteil von bis zu 20 % ausgespart. Aber nicht dass einfach mit schnellwachsenden Kiefern oder Eukalypten aufgeforstet würde. Zu 80 % werden die Werbeflächen mit jeweils einheimischen Baumarten aufgeforstet. Davon ist die Hälfte für eine landestypische nachhaltige Nutzung durch die einheimische Bevölkerung bestimmt. Die restlichen 20 % der aufzuforstenden Flächen werden mit Fruchtbäumen bepflanzt, sowohl Wildlinge als auch veredelte Sorten. Die inneren Bereiche um das Logo herum sind Naturwald gedacht, der sich als Pflanzenraum für seltene Tiere und Pflanzen entwickeln soll. Die Fläche welche das Logo darstellt, dient als Weide für das Vieh. Ob die Rechnung nach dieser räumlichen Aufteilung aufgehen wird?

 

Ein LogoWald bringt nach den Vorstellungen seiner Erfinder der Bevölkerung in den jeweiligen Gebieten das wieder, was sie im Zuge der Entwaldung verloren haben: Brennholz, Obst, Schatten, Wasser, Futter für die Tiere. Außerdem bietet er etwa 50 Arbeitsplätze. Der Vertrag mit der Firma wird auf 20 Jahre abgeschlossen, danach darf sich der LogoWald nach den Vorstellungen der Sukzession selbst weiterentwickeln. Ein Modell eines LogoWaldes war am Stand des afrikanischen Landes Lesotho auf der EXPO ausgestellt. Angebote für aufzuforstende Flächen liegen der Fördergemeinschaft Bäume für Menschen aus verschiedenen (süd)afrikanischen Ländern wie Lesotho, Malawi, Mozambique oder von Madagaskar vor. Sponsoren müssen wohl noch gefunden werden. Ideal von der Flächenaufteilung würde sich z. B. der gute Stern auf Deutschlands Straßen dafür eignen.

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