{"id":953,"date":"2003-02-25T15:19:29","date_gmt":"2003-02-25T13:19:29","guid":{"rendered":"http:\/\/baeume.de\/?p=953"},"modified":"2015-01-29T15:36:33","modified_gmt":"2015-01-29T13:36:33","slug":"das-wird-mein-abenteuer-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baeume.de\/de\/blog\/das-wird-mein-abenteuer-2.html","title":{"rendered":"\u201eDas wird mein Abenteuer\u201c"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als Zivi nach Bolivien: Lukas Flugel aus Penzberg betreut Aufforstungsprojekt Penzberg &#8211; Eine karge und baumlose Hochebene in den Anden das erwartet den Penzberger Lukas Flugel in den n\u00e4chsten 15 Monaten. Im M\u00e4rz reist der 21-J\u00e4hrige nach Bolivien, um dort seinen Zivildienst zu leisten. Er pflanzt B\u00e4ume f\u00fcr die Organisation ,,B\u00e4ume f\u00fcr Menschen &#8211; Trees for the World&#8220;, die ihren &#8218;Sitz in Weilheim hat, ein Aufforstungsprojekt mit p\u00e4dagogischen- Hintergrund. Die Vorfreude ist Lukas Flugel anzumerken: ,,Das Fernweh scheint bei dem geb\u00fcrtigen Frankfurter, der seit Kindesalter in Penzberg lebt, ein permanenter Zustand zu sein. ,,Ich rede schon seit Jahren, dass ich weg will. &#8220;<\/p>\n<p>Beim Zivildienstamt meldete er sich f\u00fcr einen als Zivildienst anerkannten ,,Anderen Dienst im Ausland&#8220; und bewarb sich bei \u00fcber 60 Organisationen. ,,Urspr\u00fcnglich wollte ich nach Uganda&#8220;, so der Afrika-Fan. Im vorigen August stie\u00df der Fachabiturient, der schon im Landschaftsgartenbau gearbeitet hat, auf die Weilheimer Organisation ,,B\u00e4ume f\u00fcr Menschen &#8211; Trees for the World&#8220;, die in Namibia ein gro\u00dfes Aufforstungsprojekt Betreibt.<\/p>\n<p>Als Zivildienstleistender wird Lukas Flugel das neue Projekt der Organisation in dem s\u00fcdamerikanischen Andenstaat betreuen. ,,Es steckt noch in den Babyschuhen&#8220;, sagt er. Ziel sei nicht nur, die vom dortigen B\u00fcrgermeister Gerri Pablo zur Verf\u00fcgung gestellten zehn Hektar Land aufzuforsten. ,,Das ist gleich passiert.&#8220; Sinn der Sache sei auch, in die Schulen zugehen und den Kindern einen Bezug zu B\u00e4umen beizubringen, damit sie in ihnen einen Wert sehen. Vorstellen k\u00f6nnte er sich etwa, bei der Schule einen Obstbaum zu pflanzen, den die Kinder t\u00e4glich gie\u00dfen. Denn B\u00e4ume haben auf der 4 000 Meter hohen Ebene in der Provinz Santiago de Huari Seltenheitswert. Sie fielen w\u00e4hrend der Kolonialzeit dem Bergbau zum Opfer. B\u00e4ume haben Seltenheitswer Angelegt werden soll auch ein Waldlehrpfad, in dem Schulklassen heimische B\u00e4ume kennen lernen, so Gottfried Brenner, Vorsitzender der Organisation.<\/p>\n<p>Ausgehend von der Mutterbaumschule wird zudem ein Netzwerk an Zweigbaumschulen entstehen auch im Tiefland, wo es noch Dschungel gibt. Man m\u00fcsse Bewusstsein f\u00fcr den Wert der W\u00e4lder schaffen, so Brenner. Der junge Zivi ist in Bolivien nicht allein: Laut Brenner wird er von deutschen Diplom-F\u00f6rstern unterst\u00fctzt und beraten, unter anderem von der Gesellschaft f\u00fcr technische Zusammenarbeit (GTZ) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED). Das Projekt finanziert sich aus Spenden. Zurzeit steckt Lukas Flugel mitten in der Vorbereitung: Er hat in Madrid Spanisch gelernt und sich daf\u00fcr selbst in Uni-Vorlesungen gesetzt, sich bei Diplomf\u00f6rster Anton Suttner, Projekteiter f\u00fcr Deutschland, Wissen \u00fcber Aufforstungen angeeignet und sich \u00fcber das Land informiert. Diese Woche wird er bei der Bayerischen Staatszuchtanstalt in Teisendorf geschult.<\/p>\n<p>Natur-Begeisterung bringt Lukas Flugel, der Snowboardlehrer war mit. \u201eIch bin ein wahnsinniger Bergsteiger\u201c, sagt der Penzberger, der Bergl\u00e4ufe, zwei Alpen\u00fcberquerungen mit dem Rad und hochalpinen Klettereien hinter sich hat. \u201eDeshalb macht mir das karge Land nicht aus, wahrscheinlich bin ich fasziniert \u201c. Bauchkribbeln? \u201eEs sind Gemischte Gef\u00fchle, einerseits Angst, aber auch Stolz, dass ich die Stelle bekommen habe\u201c.<\/p>\n<p><strong>B\u00e4ume f\u00fcr Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Das Vorbild f\u00fcr das jetzt in Bolivien startende Aufforstungsprojekt der Organisation \u201eB\u00e4ume f\u00fcr Menschen \u2013 Trees for the World\u201c hat seinen Anfang im Jahr 1999 genommen. Damals richtete Gottfried Brenner, Vorsitzender der in Weilheim beheimateten Organisation. Eine Baumschule in Namibia ein. Dort sind gro\u00dfe ehemals mit Wald bedeckte Fl\u00e4chen entwaldet. Die Stadt Ondangwa stellte ein zirka f\u00fcnf Hektar gro\u00dfes Areal zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Leitung hat ein deutscher Forstwirt oder Manager inne. Seit 2001 sind auch dort auch Zivildienstleistende t\u00e4tig. Eng kooperiert wird mit der lokalen Forstverwaltung. Gez\u00fcchtet werden heimische Laubb\u00e4ume. Die namibischen Mitarbeiter erhalten eine fachm\u00e4nnische Ausbildung. Die Baumschule ist \u00f6ffentlich zug\u00e4ngig und verkauft Pflanzengut. Begleitend wird in Schulen und Kinderg\u00e4rten Umweltp\u00e4dagogik betrieben. Ein Waldlehrpfad dient der Kinder- und Erwachsenenbildung. Hohen Besuch erhielt das Projekt bereits von Namibias Projekt bereits von Namibias Staatspr\u00e4sidenten. In der Umgebung werden zudem Zweigbaumschulen gegr\u00fcndet, die ein Netzwerk von \u00f6kologischen Inseln bilden und von der lokalen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt werden. Das Projekt wird von den Sponsoren unterst\u00fctzt, die Baumschulenpatenschaften \u00fcbernehmen[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8220;954&#8243; alignment=&#8220;center&#8220; border_color=&#8220;grey&#8220; img_link_large=&#8220;yes&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220; css_animation=&#8220;appear&#8220; img_size=&#8220;medium&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als Zivi nach Bolivien: Lukas Flugel aus Penzberg betreut Aufforstungsprojekt Penzberg &#8211; Eine karge und baumlose Hochebene in den Anden das erwartet den Penzberger Lukas Flugel in den n\u00e4chsten 15 Monaten. Im M\u00e4rz reist der 21-J\u00e4hrige nach Bolivien, um dort seinen Zivildienst zu leisten. 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