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GZ Kolumne Luitpold Braun

GEPOSTED AM 8. August 1996  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1996

GZ Kolumne Luitpold Braun

Kommunalpolitik hat bekanntlich viele Facetten. Die Regelung der Fragen der örtlichen Gemeinschaft gehört ebenso dazu, wie das Knüpfen internationaler Beziehungen. Hunderte von Partnerschaften bayerscher Gemeinden. Städte, Landkreise und Bezirke, zeugen von der Aufgeschlossenheit unserer Bevölkerung und ihrer Repräsentanten für das Zusammenwirken mit den Menschen aus anderen Ländern.

Kommunale Partner für das Aufforstungsprojekt in Namibia gesucht

Kürzlich wurde mit ein Bespiel präsentiert wie bayerische Gemeinden den Menschen eines anderen Volkes, ja sogar eines anderen Erdteils, in sehr einfacher Weise helfen können. In Weilheim gibt eine Fördergemeinschaft zur Gründung der Stiftung „Bäume für Menschen“. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt in Namibia der ehemaligen deutschen Kolonie Südwestafrika. Aufforstungsprojekte zu initiieren und zu fördern.

Der Ausgangspunkt dafür war die Erkenntnis, dass der Raubbau der dortigen Bevölkerung zu einer Versteppung und Verödung der Landschaft führt. Die ökologische Situation in diesem Land ändert sich damit rasant in negativer Weise.

Der Förderverein will die Situation erforschen, die Informationsträger ausbilden, die Bevölkerung aufklären und letztlich die Wiederaufforstung betreiben. Das langfristige Ziel ist es, das Überleben der trockenen Savannenwälder durch die Förderung einer widerstandsfähigen Vegetationsstruktur sicherzustellen.

Dazu ist Geld erforderlich. Die Fördergemeinschaft wird unterstützt von den Wirtschaftsjunioren in Deutschland dem Deutschen Industrie- und Handelstag der Georg-August-Universität in Göttingen und der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung. Sie braucht aber darüber Hinaus Hilfen, die einen regionalen und örtlichen Bezug haben. Aus diesem Grund wurde die Idee geboren, dass deutsche Gemeinden oder Landkreise diese Partnerschaft für das Forstprojekt in einer genau bezeichneten Gemeinde in Namibia übernehmen sollen.

Ich halte diese Idee für tragfähig und das Projekt für verbindlich. Deshalb bitte ich interessierte Bürgermeister und Landräte, sich an den Initiator Gottfried Brenner zu wenden.

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