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Die Savanne soll leben

GEPOSTED AM 26. Mai 1998  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1998

Trees for the World: Weilheimer plant Baumschule

Seit er vor etwa zwei Jahren im Weilheimer Stadtrat Unterstützung für sein Patenschaftsprojekt „Bäume für Menschen – Trees for the World“ gefunden hat, ist der Weilheimer Versicherungsmakler Gottfried Brenner unterwegs: Zwischen Universitäten und Savannen, zu Konferenzen und Kommissionen. Das Projekt, mehrere Baumschulen zu gründen, mit denen die Wiederaufforstung weiter Teile Nordnamibias vorbereitet werden kann, geht in eine neue Phase. In Ondangwa, einer Stadt mit 10000 Einwohnern, und in ihrer Bedeutung etwa mit Weilheim vergleichbar, wird die erste zentrale Baumschule, eine „Mutterbaumschule“ entstehen.

Der Diplomforstwirt Joachim Krug setzt derzeit 18 000 Bäume aus, die aus Sämlingen gezogen wurden. Im Rahmen seiner Doktorarbeit, die er an der Universität Göttingen schreibt (diese Hochschule betreut das Projekt ,,Bäume für Menschen – Trees for the World“ wissenschaftlich) werden diePflanzen auf ihre Eigenschaften als Pionierpflanze beobachtet. Eine neue Messtechnik erlaubt, schon nach kurzer Zeit zu erkennen, wie sie die Nährstoffe des Bodens umsetzen und ob sie für das namibische Klima geeignet sind. Dazu werden die Blätter in einem Behälter unter hohem Druck analysiert (Scholander Apparatur).

Die Gefahr, mit der falschen Baumsorte die Aufforstung zu gefährden, wird verringert. In den Mutterbaumschulen werden die verschiedenen Bodenarten angelegt, auf denen die zukünftigen Wälder wachsen sollen. Wenn alles so geht, wie Gottfried Brenner sich das vorstellt, kann im kommenden Jahr eine weitere Baumschule eröffnet werden. Die Menschen in Ondangwa sind, so Brenner,“ ganz auf unserer Seite. “ Einheimisches Personal, einheimische Vorstandsmitglieder des Vereins organisieren Basare, auf denen das Projekt,in landestypischer Art vorgestellt wird.

In Workshops wird für den nachhaltigen Umgang mit der Natur geworben, denn die derzeitigen ,Trockenflächen sind durch Rodung entstanden. Guter Boden wird dem Wind ausgesetzt, das Klima wird regenärmer. Langfristig, hofft Brenner, wird der Norden Namibias das, was .er einst mal war, eine  blühende‘ Landschaft. Weilheims Patenschaft, die wirksam wird, wenn die erste Baumschule eingerichtet ist, kann dazu Hilfe sein.

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