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Bäume für Namibia, Weilheimer Projekt bemüht sich um Aufforstung

GEPOSTED AM 22. August 1999  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1999

In Ondangwa, im entwaldeten Nordwesten Namibias, errichtete das in Weilheim ansässige Umweltprojekt „Bäume für Men­schen – Trees for the World“, die erste von mehreren geplanten Baum­schulen.

Die Initiative geht auf Gottfried Brenner, den Vorstand der Förderge­meinschaft „Bäume für Menschen“, zu­rück. Der Versicherungskaufmann aus Weilheim rief das Projekt 1994 nach einer Afrika-Durchquerung mit dem VW-Bus und zwei Reisen nach Nami­bia ins Leben. Die Aktion soll die Ausbreitung der Wüsten stoppen und*die Lebensgrund­lage der Bewohner. des nördlichen Namibia erhalten. Bas wenigen Jahr­zehnten nutzte die nomadische  Bevöl­kerung das Land kaum. Als die Noma­den sesshaft wurden, brachte dies nicht nur soziale Probleme.

Brandrodung und Abholzung zerstör­ten den ursprünglich trockenen Savannenwald. Die Bewohner des Ovambolandes müssen heute bis zu zehn Kilo­meter Fußmarsch zu Fuß gehen, um Holz zu finden. Immer seltener fällt Regen auf den ausgetrockneten Boden, Mensch und Vieh leiden unter Wasser­mangel. Oft wird das Land aber auch über­schwemmt, weil der Boden die Nieder­schläge nicht mehr speichern kann. Rin­der- und Schafherden fressen die ver­bliebenen Pflanzen kahl. Aus bisher in­takten Ökosystemen werden durch Erosion und Dürre öde Kahlflächen.

Das ökologische Problem im Norden Namibias droht sich auszuweiten. Der Dürregürtel könnte sich weiter ausdeh­nen und sich dann mit der nach Süden vordringenden Sahara vereinigen. Brenners Projekt setzt auf Wieder­aufforsten. Eine zentrale Baumschule soll ein Netz kleiner Baumschulen in Dörfern mit eigenen Setzlingen von Nutz- und Fruchtbäumen beliefern. Be­wohner vor Ort betreuen eigenverant­wortlich die Pflanzungen.

Bisher zog „Bäume für Menschen“ schon 100 000 Setzlinge und gab sie gegen ein gerin­ges Entgelt an die Bürger Ondangwas weiter. Neben den Arbeitsplätzen in der Pflanzung ermöglichen diese Setzlinge auch, dass die Bürger die Früchte der schnell heranwachsenden Zitronen- und Mangobäume auf dem Markt verkaufen können. Die Pilotphase kostet rund 1,7 Millionen Mark, die durch Spenden und kommunale Patenschaften für die Baumschulen aufgebracht werden sol­len.

Das Projekt wird von der bayeri­schen Staatsregierung, den Wirtschafts­junioren Deutschlands sowie von ver­schiedenen Sponsoren aus der Wirt­schaft unterstützt.Brenners Projekt will langfristig aus dem Norden Namibias das machen, was er einst war: eine blühende Landschaft. Nähere Informationen zu der Aktion gibt es unter Telefon 08 81/80 01.

Bäume gegen Wüste (2)

GEPOSTED AM 12. August 1999  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1999

„Hilfe zur Selbsthilfe“ heißt die Devise für viele Organisationen, die in der dritten Welt Entwicklungsarbeit leisten – so auch für den bayerischen Verein „Bäume für Menschen – Trees for the World“. In Namibia hat er bereits eine Baumschule aufgebaut, weitere sollen folgen. Mit einem Netzwerk solcher Einrichtungen will der Verein das Land mit Obst- und Nutzbäumen wieder aufforsten. Das ist auch dringend notwendig. Denn wo einst trockener Savannenwald die Landschaft prägte, ist die Gegend heute entwaldet und trostlos. An diesem Zustand sind die Menschen selbst schuld. Jeden Baumstamm haben sie agbeholzt und als Brennholz genutzt. Das war zwar schon jahrtausendelang gang und gäbe, doch früher zogen sie als Nomaden umher. Die Vegetation konnte sich nach ihrem Abzug in Ruhe wieder erholen. Seitdem die Bevölkerung sesshaft ist, bleibt der Natur keine Atempause mehr. Weitere Informationen gibt es von „Bäume für Menschen“, Rathausplatz 6 in 82362 Weilheim.

Bäume gegen Wüste

GEPOSTED AM 12. August 1999  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1999

Projekt hilft Menschen in Namibia

Ausgetrockneter Boden und verkrüppelte Baumreste – im Norden Namibias, wo ursprünglich trockener Savannenwald die Landschaft bestimmt hat, erstreckt sich jetzt eine trostlose Gegend.

In diesem Ödland soll ein Netzwerk von Baumschulen die Aufforstung vorantreiben. Die Idee dazu stammt aus Deutschland. Der Weilheimer Versicherungskaufmann Gottfried Brenner hat vor fünf Jahren die Organisation „Bäume für Menschen – Trees for the World“ gegründet.

Eine erste Mutterbaumschule wurde in Odangwa im Nordwesten Namibias aufgebaut. Hier werden die Bäumchen gezogen. Es sind einheimische Nutz- und Obstbaumarten, die einerseits Holz für den Energiebedarf liefern sollen und anderseits Früchte zur Ernährung. Die Baumschule sollen helfen die Lebensgrundlage der Menschen in dieser Region wieder herzustellen, die sie sich selbst entzogen hatten. Als die Bevölkerung noch nomadisch lebte, hatten Boden und Vegetation zwischen Nutzungsperioden genug Zeit, sich zu erholen. Dass sind die Menschen sesshaft geworden und haben die Wälder durch Brandrodung, Abholzen und Viehzucht zerstört. Damit die Menschen der Region die Aufforstung selbst betreuen können, werden die Maßnahmen von einem namibischen Schwesternverein geleitet.

Die einheimischen Mitarbeiter organisieren Basare und Workshops und zeigen Ihren Landsleuten, wie sie das Land in Zukunft schonender nutzen können. Der Verein in Weilheim finanziert diese Arbeit. Das eingezäunte Gelände der Mutterbaumschule in Ondangwa liegt im Stadtgebiet und ist 10 000 Quadratmeter groß. Zwei weitere Baumschulen werden zurzeit im Aufforstungsgebiet eingerichtet. Ein Anfang für das Netzwerk ist also gemacht, jetzt müssen die Bäumchen nur noch wachsen. Dann können in ein paar Jahren die ersten Mangos, Zitronen und Marulafrüchte geerntet werden.

UMWELT BAYERN AFRIKA, NACHRANG VERMISCHTES

GEPOSTED AM 3. August 1999  - GEPOSTED IN Pressespiegel 1999

Mangos und Zitronen ernten: Bayerische Bäume für Namibia

Im Nordwesten Namibias hat das bayerische Umweltprojekt Bäume für Menschen Trees tor the World die erste von mehreren geplanten Baumschulen errichtet. In Ondangwa würden einheimische Obst- und Nutzbaume auf einem 10 000 Quadratmeter großem Areal angepflanzt, teilte der Weilheimer Projektleiter Gottfried Brenner am Freitag mit. So könnten in dieser «trostlosen Gegend» des südafrikanischen Staats, in der der Boden ausgetrocknet und die Bäume verkrüppelt sind, bald wieder Mangos, Zitronen und Marulafrüchte geerntet werden.

Das Weilheimer Umweltprojekt will in Namibia ein Netzwerk von kleinen Baumschulenaufziehen. Zwei örtliche Schulen werden bereits noch in diesem Jahr eingerichtet. Für die Pflege der Bäume und die Schulung der Bevölkerung sind außer einem deutschen Diplomförster ausschließlich in der Umgebung lebende Einheimische zuständig. Die Non- Profit-Organisation finanziert sich durch Spenden und wird unter anderem von der bayerische Staatsregierung unterstützt.

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