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Kleine Pflanzen, große Hilfe „Trees for the World“ in Namibia: Baum-Helfer brauchen Laster

GEPOSTED AM 20. Februar 2000  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2000

Weilheim/Namibia  ,,Die Namibier kaufen viele VW, Mercedes, BMW, Audi und Opel, und viele Lastwagen kommen von Mercedes Deutschland: Bitten Sie eine dieser Firmen, uns zu helfen.“ Diesen Satz schreibt Marianne Sikomba an den Weilheimer Versicherungsmakler Gottfried Brenner. Der betreut in Namibia seit Jahren das Projekt ,,Bäume für Menschen – Trees for the World“. Seit er es vor einigen Jahren dem Weilheimer- Stadtrat vorstellte, haben Biologen der Universität Heidelberg, Forstwirte aus Deutschland und Namibia und viele einheimische Helfer das geschafft, was Brenners Anliegen war: ,,Mutterbaumschulen“ und von ihnen betreute kleine Baumschulen einzurichten, in denen zehntausende Stecklinge jetzt die ersten Blätter treiben.In zwei bis drei Jahren werden sie als Pionierpflanzen dorthin ausgesiedelt, wo es früher schon Bäume gab und wo jetzt Steppe und Wüste die Landschaft bestimmen. Wiederaufforstung des namibischen Nordwesten ist das Ziel, Weilheimer Unterstützung Existenziell.

Lastwagen wird gebraucht

 Ein großes Problem sind die Entfernungen, über die hinweg Material gebracht werden muss. Deshalb sucht die Projektgärtnerin Marianne Sikomba Sponsoren

für einen kleinen Lastwagen. Hier käme Gottfried Brenner die Spende gerade recht, die ihm-der Weilheimer Stadtrat am 18. September 1996 zugesagt hat. Brenner hofft, in Gesprächen mit den Ratsmitgliedern den Beschluss umzusetzen. Es solle monatlich 1000 Mark über einen längeren Zeitraum gezahlt werden: ,,Bäume brauchen in Namibia 80 Jahre, bis sie verwertet werden können. Bis dahin müssen sie geschützt, bewacht, gepflegt sein, damit sie den ökologischen und wirtschaftlichen Erfolg erbringen, den das Projekt für die dortige Bevölkerung haben soll“, erklärt Brenner“.Inzwischen sind alle 25 A00 angesetzten Sämlinge aufgegangen, .einige sind schon zehn Zentimeter hoch. Deshalb berichtet die Projektgärtnerin Marianne Sikomba auch vom Bau eines Schattennetzes, vom Transport von Zaunmaterial und anderen Schutzmaßnahmen, bis die Setzlinge so groß geworden sind.Endgültig finden die Setzlinge ihren Standort in traditionell baumbestandenen Gebieten: in Engala, Bhangwena Enana, Okalongo, Onayena und King Kauluma

Handel mit Früchten

Dort sollen Zitrusbäume, Avocados und andere Nutzpflanzen gezogen werden, um mit der Aufforstung zugleich einen kleinen Handel für die Landbevölkerung zu organisieren. Das würde den Menschen auch ein Einkommen bringen. Sikomba hofft, etwas von der Produktion könne Deutschland nutzen: „Wir könnten Früchte und  Holz dorthin exportieren“, schreibt sie.

Erfolg wird sichtbar

GEPOSTED AM 19. Februar 2000  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2000
  • Projekt „Bäume für Menschen“ lässt in Namibia grüne Insel wachsen

Weilheim – Gottfried Brenner, Vorstandsvorsitzender der Fördergemeinschaft „Bäume für Menschen – Trees for the World“, ist die Begeisterung vom Gesicht abzulesen, wenn er über das Baum-Projekt in Südwestafrika (Namibia) berichtet. Nach dem Aufbau einer Mutterbaumschule im vergangenen Jahr, so der Weilheimer, sind jetzt erste sichtbare Pflanzerfolge zu melden. Auf einem Stück Land, das so ausgetrocknet ist, dass selbst die ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen im kargen, pflanzenarmen Boden versickert sind, lässt die Umweltorganisation ,,Bäume für Menschen – Trees for the World“ eine grüne Insel entstehen. Unter den weiträumigen Schattennetzen stecken die ersten 10000 gesetzten Sämlinge ihre feinen hellgrünen Triebe aus der Erde. 15000 weitere Pflänzchen sollen noch folgen.

Die jungen Bäume werden in der Mutterbaumschule in Containernherangezüchtet, bevor sie in die kleinen vereinseigenen Baumschulen verpflanzt oder weiterverkauft werden. Ein deutscher Förster, eine einheimische Projektgärtnerin und zwei Mitarbeiter aus Namibia kümmern sich um die Pflanzen und bauen ein Netzwerk von lokalen, kleinen Baumschulen auf. Für die Betreuung sind die Bewohner vor Ort zuständig. In der ersten Baumschule wurde soeben ein Schattennetz für die jungen Fruchtbäume errichtet“, erklärt Brenner.

Frauen aus den umliegenden Gehöften werden die Mango- und Marulabäume Pflege. lm Garten der staatlichen Schule von Okatana ist eine weitere Zweigbaumschute geplant. Unterstützt werden die Projekte durch internationale Paten, die regelmäßig ihre Spenden überweisen.Ziel dieses Projektes ist es, den regengrünen Trockenwald im NordwestenNamibias wiederherzustellen, nachdem ihn Überweidung und Abholzung fast zerstört haben, und die Lebensbedingungen der Einheimischen zu verbessern.

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