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Von der Müllkippe in den Kindergarten in Namibia

GEPOSTED AM 20. Dezember 2012  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2012

Sozialprojekt Kindergarten in Namibia

Neben der Baumschule hat Gottfried Brenner von „Bäume für Menschen – Trees for the World“ im Namibia ein Sozialprojekt auf die Beine gestellt.

Es hat zwar keine Farm in Afrika, aber der Weilheimer Gottfried Brenner hat zwei Hilfsprojekte in Namibia: eine Baumschule in Ondangwa im Norden des Landes und einen Kindergarten 755 Kilometer weiter südlich nahe der Hauptstadt Windhoek. Beides läuft unter dem Namen „Bäume für Menschen – Trees for the World“, der 1996 in Weilheim gegründeten Organisation, die 2008 vor allem durch die Aktion „Hilfe für David“ bekannt wurde.

David, der schwere Verbrennungen erlitten hatte und in Murnau operiert wurde geht es laut Brenner sehr gut. Inzwischen arbeitet der 20-Jährige in der Baumschule mit und helfe seiner Oma, deren Hof er übernehmen werde. „Weil er Land hat, ist er jemand“, so Brenner.

Über knapp fünf Hektar Land verfügt die Baumschule von „Bäume für Menschen – Trees for the World“ in der Nähe von Ondangwa im Norden des Landes, im so genannten Ovamboland. Brenner sieht die Baumschule als Umweltprojekt, denn die Aufforstung großer abgeholzter Fläche gewinne für den Staat Namibia mehr und mehr an Bedeutung.

Neben Privatleuten zähle auch der staatliche Forst zu den Kunden. Die 1999 gegründete Aufzuchtstation bietet sieben Leuten eine feste Arbeit und bei Bedarf weiteren 10 bis 15 Zeitarbeitern. „Wenn zum Beispiel Pflanzen umgetopft werden müssen“, sagt Brenner. Laut ihm erhält die Beschäftigten der Baumschule ein Monatslohn von 900 bis 1300 namibischen Dollar, was rund 130 Euro entspricht.

Eine Supermarktkassiererin kommt seinen Worten nach auf 650 namibische Dollar. Neben der Baumschule baut „Bäume für Menschen – Trees for the World“ derzeit ein Sozialprojekt auf: einen Kindergarten im 70 Kilometer von Windhoek entfernten Okahandja, wo Brenner die Not der auf Müllhalden lebenden Menschen zu Herzen ging.

Die notdürftigen Unterkünfte, der Gestank, die zerlumpten Kinder, das war zu viel für ihn. Er kaufte ein Grundstück, auf dem ein altes renovierungsbedürftiges Farmhaus stand richtete einen Kindergarten ein. Seit Ende März 2012 besuchten ihn zwölf Kinder, die mit einem Bus von der Müllkippe geholt werden, 20 sollen es bald sein.

Das alles kostet viel Geld. Mindestens 40 000 Euro braucht die Hilfsorganisation im Jahr, um ihre Einrichtung am Laufen zu halten, so Mathias Bleschke, der die Finanzen vom Weilheimer Büro aus verwaltet. 60.000 Euro umfasst der Haushalt 2012 doch die Finanzierung wird immer schwieriger. Zumal „einige Großspender weggebrochen sind“, wie Brenner sagt. So hätten einige frühere Spendable Firmen eigene Hilfsprojekte aufgebaut.

Brenner baut auf öffentlichen Mitteln, etwa aus dem für Entwicklungshilfe zuständige Ministerium, vor allem aber auf privaten Spenden. Auf kleine wie aus Sammeldosen in Arztpraxen, wo man 18,70 Euro eingehen oder auf große wie jede von Schlagersänger Michael Holm, der den 5.000 Euro-Gewinn aus einer Quizshow überwies.

Weitere Vorhaben hat Brenner schon geplant. Vorausgesetzt, er bekommt das Geld zusammen, soll der Kindergarten eine Vorschule und die Baumschule eine Umweltschule erhalten.

Von der Müllkippe in den Kindergarten in Namibia

Von der Müllkippe in den Kindergarten in Namibia

Bäume für Menschen – Trees for the World

GEPOSTED AM 23. November 2012  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2012

Täglicher Kampf ums Überleben

„Bäume für Menschen – Trees for the World“

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Liebevoller Friede erfüllt Zeit und Raum. Es ist Nacht in Namibia. Funkelnde Sterne verbreiten ihren Zauber. Doch in einem kleinen Gebiet in der Stadt Okahandja kommt ihr Strahlen nicht an. Auf dem Müllplatz. Beißender brauner Qualm liegt wie Nebel über dem Platz, gepaart mit Gestank von Müll und verwesten Tierkadavern. Das Huschen von kleinen Füßen verrät Ratten Ohne Mühe finden sie ihren Weg in die Hütten aus Plastik und Blech die eng verteilt auf der Müllhalde stehen

Doch sie werden in dieser Nacht nicht die einzigen Gäste auf der Futtersuche sein. Ratten, Schlangen und Moskitos verbreiten Krankheit und Tod. Und so lauert auch in dieser Nacht die Gefahr, im Schlaf Gebissen zu werden. Aber selbst auf dem Müllplatz scheint es eine besondere Nacht zu werden.

Mitten auf dem Boden in einer Plastikhütte wurde ein kleiner Junge geboren: Simon „Geburt –Gleichberechtigung?“ Schon am nächsten Morgen verlassen die Eltern die Hütte. Simon im Tragetuch auf dem Rücken der Mutter mit dabei. Schnelle Schritte eilen sie über den Müllplatz. Dann und wann versinkt der Schritt im Müll. Dann spürte der Fuß die Glut, die sich unter dem Müll durchgefressen und nur noch eine dünne Mülldecke übrig gelassen hat. An dieser Stelle ist die Mülldecke si dünn, dass sie das Gewicht eines Menschen nicht mehr trägt.

Dann haben sie Ihr Ziel erreicht. Sie ist nicht mehr alleine. Immer wieder treten Gestalten aus dem stinken Nebel heraus gesellen sich zu ihnen. Kleider in gedeckten Farben, zerschlißen und dreckig, verdecken dünne Körper. Die verdreckten Haare hängen in Gesichter mit furchterregend traurigen Augen. Ein Blick aus solchen Augen durchbohrt dir dein Herz wie scharfe Messerklingen. Wie kann sich alles Elend und Leid der Erde auf einen Augenblick komprimieren?

Eine Frau ruft der Menge etwas zu und alle Augen blicken auf dieses Kommando hin in eine Richtung. Dann ist es für alle hörbar: Das erste Müllauto kommt. Der LKW wendet und entleert den Müll der Stadt. Und noch während der Müll entladen wird, beginnen die Müllmenschen ihre Arbeit. Zuerst geht dem Menschen um ihr tägliches Brot: Unter dem Tonnen schwerer Last gilt es für die Familie zerquetschte und abgelaufene Lebensmittel aus dem Müll zu ziehen.

Gleichzeitig muss aus dem Müll wertvolles Material gewonnen werden, das irgendwo seinen Abnehmer finden soll. Für Simon und seine Eltern ist der heutige Kampf ums überleben gesichert, Sie kehren heim in ihre Hütte. Simon ist mittlerweile vier Jahre alt und hat eine kleine Schwester namens She. Die Hütte in der Simon auf die Welt kam, wurde durch eine neue Hütte aus rostigen Eisenplatten ersetzt.

„Bäume für Menschen – Trees for the World“ baut in Okahandja einen Kindergarten auf, um diesen Kindern eine andere Perspektive aufzuzeigen und sie im Umweltgedanken zu erziehen. Die Achtung vor der Natur vertreibt die Traurigkeit aus den Augen der Kinder.

"Bäume für Menschen - Trees for the World"

„Bäume für Menschen – Trees for the World“

Neue Gewerbegebiete kommen

GEPOSTED AM 17. Oktober 2012  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2012

Neue Gewerbegebiete sollen dazu kommen

Standortförderverein wählte Vorstand – Advent soll mit Ständen belebt warden
Weilheim – Der neue Vorstand des Vereins zur Standortförderung in Weilheim steht fest. In der Waldwirtschaft am Gögerl wurde gewählt. Dabei gab es keine großen Überraschungen. Die Vertreter der Kreditinstitute, der Industrie, des Handwerks, des Einzelhandels,des großflächingen Einzelhandels, der Dienstleistungsbranche, und der sonstigen Betriebe wählten den Vorstand ihrer jeweiligen Gruppe zügig per Akklamation.

Zuvor präsentierte Geschäftsführer Stefan Frenzl aber den Tätigkeitsbericht und gab einen Ausblick auf das nächste Jahr. Sechs neue Mitglieder konnten in diesem Jahr für den Standortförderverein gewonnen werden: Das Projekt „ Bäume für Menschen“, die Soccerhalle Weilheim, das Autohaus Widmann + Winterholler, die Oberlanschulen, das Autohaus Medele und die Kreishandwerkerschaft Oberland. Nun sind es 103 Mitglieder.

Auf den drei Säulen „ Citymanagement“, „ Stadtmarketing“ und „ Wirtschaftsförderung“ setzt sich der Verein dafür ein, dass die Attraktivität und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit von Weilheim erhöht werden und die Identifikation der Bürgerinnen mit ihrer Stadt gestärkt wird. Unter anderem wurde in diesem Jahr die Beschilderung im Paradeis in Angriff genommen.

Das Ergebnis: eine übersichtliche Tafel aller der ansässigen Firmen. Auch für das Gebiet „ Am Weidenbach“ möchte Frenzl bald „ stärkere Ordnung im Schilderwald“ erwirken. Die Stadtwerbung liege dem Verein besonders am Herzen. Das Logo „ Weilheim zieht an“ Hat sich inzwischen, geprägt vom einheitlichen Design, etabliert. Dies wird an den vielen erfolgreichen Aktionen, wie beispielweise den verkaufsoffenen Sonntagen oder der Einkaufsnacht, deutlich. Auch den Tagestourismus möchte die Stadtförderung anlocken.

Eine Werbetafel für Veranstaltungen steht bereits seit einiger Zeit am Kreisverkehr im Norden der Stadt, im Süden ist eine weitere geplant. Moniert wurden bei der Versammlung allerdings der minderwertige Lack und die schlechte Auslastung. „ Das Problem ist bekannt und bereits in Arbeit“, beruhigte Frenzl.

Potenzielle neue Gewerbegebiete waren den anwesenden Geschäftsleuten, ebenfalls ein Anliegen. Bürgermeister Markus Loth zeigte die Möglichkeiten auf. Im Gespräch sind momentan die Gebiete am Leprosenweg, die Fläche nördlich der Deutenhausener Straße, das Deutenhausener Feld, Eichtweide und Achalaich. Für letzteres Gebiet seien die Vorverträge bereits unterzeichnet, verwies Loth auf den aktuellen Stand: „ Es wäre verfügbar,“

Jedoch sei das Anbindungsgebot noch ein Problem. Dieses ist Teil des neu eingeführten bayrischen Landesentwicklungsprogramm ( wir berichteten ) welches besagt, dass „ eine Stadt sich logisch weiterentwickeln“ muss, erklärte der Bürgermeister. Daher wäre ein Gewerbegebiet dort erst möglich, wenn auch andere Gebiete so anwachsen, dass keine große Lücken auf der Landkarte entstehen. Das Problem ist allerdings, dass das angrenzende Gebiet Überschwemmungsfläche der Ammer und eine Bebauung daher nicht einfach möglich ist.

Momentan wird versucht, eine Ausnahme des Anbindungsgebotes zu erwirken. „Gewerbegebiete sollen ausgewiesen werden, nur wo ist noch nicht ganz klar“ , fasste Loth die Situation zusammen. Die Standortförderung möchte sich in diesem Zusammenhang an den Stadtrat wenden und Empfelungen anbringen. Beispielsweise will der verein anregen, dass ein sinnvoller Branchenmix in neuen Gebieten entsteht, die Flächenreserven auch für die nächsten Jahre bereitgehalten, nicht gleich zugebaut und zu marktfähigen Preisen angeboten werden. Auch auf die Wichtigkeit eines Breitbandanbindung soll hingewiesen werden.

Ein neues Projekt startet bereits im November: die „ Belebung der Adventszeit“. Ergänzend zum Weihnachtsmarkt sollen in der gesamten Adventszeit Stände mit Glühwein und Naschereien in der Schmiedstraße aufgebaut werden und zwischen dem 24. November und 29. Dezember montags bis samstags von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet sein.Auch einen Ausblick gab Frenzl: Die Einkaufsnacht, verkaufsoffene Sonntage,die Oberlandausstellung und andere Events bleiben. Überlegungen hinsichtlich eines neuen Hotels und eines Stammtisches „ Autostadt Weilheim“ stehen ebenfalls auf dem Plan.

Neue Gewerbegebiete kommen

Neue Gewerbegebiete kommen

Paten für Kinder gesucht – Kindergarten in Afrika

GEPOSTED AM 6. September 2012  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2012

 Kindergarten in Afrika – Paten für Kinder gesucht

Viele Monate im Jahr verbringt der gebürtige Peißenberger Gottfried Brenner im afrikanische Okahandja in Namibia, um den Kindern, de mit ihren Eltern zusammengeschusterten Verschlägen und auf Müllkippen wohnen, zu helfen.

So auch jetzt wieder. In Okahandja hat Brenner mit Hilfe von Spendengeldern einen Kindergarten errichtet, den er jetzt sanieren, ausbauen und jetzt sogar erweitern konnte. „Wieder nur mit Spenden“, sagt er und er ergänzt: „anders gehe es leider nicht.“ Inzwischen gibt es dort ein eigenes Klassenzimmer für die zwölf Kinder, die morgens von ihren Hütten abgeholt und in den Kindergarten gebracht werden, wo sie sich zuerst einmal waschen und umziehen können. Eine Kindergärtnerin, die dort auch wohnt, und eine Köchin kümmern sich um die Kinder, die hier wohlbehütet und unbeschwert nach Herzenslust herumtollen können und dabei liebevoll betreut werden werden.

„Wir würden gerne mehr Kinder aufnehmen“, so Brenner, „aber leider reichen die finanziellen Mittel dazu nicht.“ Daher sucht er jetzt großherzige Paten für Kinder in Okahandja „Mit einem monatlichen Betrag zwischen dreißig und sechzig Euro kann ein solche Patenschaft für ein Kind übernommen werden“, erklärt Brenner. Dieser Betrag reiche für den Unterhalt aus. Dann müsste auch eine zweite Kindergärtnerin eingestellt werden, um optimale Betreuung zu gewährleisten.

Gottfried Brenner und die Kindergärtnerin Toini Neumann vor dem Kindergarten in Okahandja.

Der Aus- und Umbau des Kindergartens hat rund um die  14.000 Euro gekostet, die hauptsächlich von den großherzigen Weilheimern aufgebracht wurden. „Die Weilheimer haben einfach ein Herz für Kinder“, freut sich Brenner und hofft darauf, dass sich möglichst viele Paten oder Sponsoren finden. Wer großherzig den armen Menschen in Namibia helfen möchte, kann sich entweder an Gottfried Brenner Brenners Organisation „Bäume für Menschen“ (Telefon 0881 8001) wenden oder sich im Internet unter www.baeume.de informieren.

Paten für Kinder

Paten für Kinder

Kinder vom Müll weggeholt

GEPOSTED AM 3. September 2012  - GEPOSTED IN Pressespiegel 2012

Trees for the World startet Sozialprojekt um Kinder vom Müll wegzuholen

Gute Nachrichten brachte der Weilheimer Gottfried Brenner, Vorstandvorsitzender und Initiator von „Bäume für Menschen – Trees for the World“, aus Namibia mit: Der Kindergarten in dem 70 km von der Hauptstadt Windhoek entfernte Ondangwa ist eröffnet.

Das zwölfte Kind konnte mittlerweile von Müllplatz weggeholt werden, berichtet Brenner. Kinder, deren Eltern am, aidskrank oder verstorben sind, müssen ihre Nahrung im Müll suchen. Gestartet wurde das Projekt mit vier Kindern, geplant sind zwei Gruppen mit je 15 bis 20 Kindern. „Das Eingewöhnen dauert eine Woche“, hat Brenner erfahren. Diese Zeit brauchen die Kinder, um das Sitzen auf Stühlen, Essen aus Tellern, einfachste Hygieneregeln und das Verhalten in der Gruppe zu lernen. Die Zwergerl werden in Schuluniformen gesteckt, die im Kindergarten gewaschen werden. In dem neuen Sozialprojekt von „Trees for the World“ erhalten die Kinder neben gesunder Ernährung Unterricht in den Fächern Englisch, Schreiben und Rechnen. Dieser Unterreicht ist für die Kinder extrem wichtig, da sie durch ihn eine größere Chance auf ein richtiges Leben haben.

Vor seinem Heimflug empfing Brenner, Kommunalpolitiker im Kindergarten und staunte mit ihnen, als die Kinder ihre in kurzer Zeit erlerntes Englischwissen zum Besten gaben.

Kinder vom Müll weggeholt / Bad

Ein aufregendes Jahr im Bad
Kinder vom Müll weggeholt

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